Vienna Metrostars
18.10.2020
Zwei konzentrierte Spiele gegen Hoppers bringen den 15. Meistertitel

Zwei konzentrierte Spiele gegen Hoppers bringen den 15. Meistertitel

Nach dem nervenaufreibenden ersten Wochenende der Baseball-Bundesliga Finalserie mit einer Aufholjagd im letzten Inning ging nun in Wien die Serie mit einem Stand von 1:1 Spielen weiter.

Wie im ersten Spiel hießen die Starting-Pitcher von Spiel 3 wieder Jakob Simonsen und Tobias Kiefer. Beiden gelang es, die ersten vier Innings die Batter des jeweilig anderen Teams in Schach zu halten, die es bis dahin nie über die zweite Base hinaus schafften. Das 5. Inning brachte dann die erste Führung für die Wiener durch RBIs von Dominik Löffler und Peter Ferak, wobei bei Bases Loaded und nur einem Out die Traiskirchner Defense noch Schlimmeres verhindern konnte. Prompt folgte im 6. Inning der Ausgleich zum 2:2. Der vermeintliche Run zur 3:2 Hoppers-Führung wurde nach Appeal aberkannt, was die Stimmung zwischen beiden Teams etwas anheizte. Alex Hilliard stellte dann seinerseits durch RBI eine 3:2 Führung her, die ein Balk noch auf 4:2 erhöhte. Als RBIs von Claus Seiser und Moritz Hackl diese Führung bis ins 9. Inning auf 6:2 ausbauten, schien der Win für die Metrostars fast schon in trockenen Tüchern. Doch die Traiskirchner gaben nicht auf und Reliever Nico Schadler musste noch Schwerarbeit verrichten. Zwei Runs durch RBI von Philip Brenner (Walk) und Sac-Fly durch Heorhii Hvrytishvili gelangen den Gästen noch, und der Tying Run war bereits on Base. Aber die inzwischen schon beinahe gewohnten starken Nerven von Schadler sicherten den 6:4 Sieg zur 2:1 Führung in der Serie.

Das zweite Spiel des Tages – ebenfalls wenig überraschend mit dem Starter-Duell Thierry Letouzé gegen Hvrytishvili – konnte also schon die Entscheidung bringen. Und diese Entscheidung schien den Metrostars von Anfang an am Herzen zu liegen, denn bereits im 1. Inning sorgte ein 2-RBI Triple von Richard Alzinger und ein weiterer RBI von Ferak für eine 3:0 Führung. Obwohl die Hoppers nie aufgaben und bis zum Schluss dagegen hielten, konnten sie diese Führung dennoch nicht mehr ausgleichen. Runs durch RBIs von Schiller im 2. Und 5. Inning wurden mehrfach – etwa durch 2-RBI Double von Benni Salzmann – auf Wiener Seite beantwortet. Ein 2-RBI Double von Eckel im sechsten ließ Spannung aufkommen (7:5 zu diesem Zeitpunkt), doch ein Double und ein Triple von Didier Letouzé mit jeweils einem RBI machte schließlich alles klar. Fast unnötig zu erwähnen: Schadler verhalf ab dem 6. Inning diesem Win die nötige Haltbarkeit und zeigte einmal mehr seine Wichtigkeit als Reliever und Closer. Ganz nebenbei überholte er mit seinen zwei Saves am finalen Wochenende Tim Patrick und ist nun der Alltime Rekordhalter der Metrostars/Homerunners.

Mit 9:5 endete schließlich dieses Spiel und brachte den Metrostars den insgesamt 15. Meistertitel in der österreichischen Baseball-Geschichte. Ein Meistertitel in einer ungewöhnlichen Saison, die trotz Corona-Pandemie im internationalen Vergleich einzigartig absolviert werden konnte. Nicht minder besonders war die Saison auch hinsichtlich der Imports, konnten diese doch aufgrund der aktuellen Situation nicht einreisen. Daher entschied man sich die gesamte Saison als einer von nur wenigen Vereinen ohne Verstärkung aus dem Ausland zu spielen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswege, war der Teamspirit dadurch doch noch etwas ausgeprägter, konnte man am Ende der Saison den Siegerpokal stemmen.

Foto: Michael Molzar

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