Vienna Metrostars
09.10.2018
Zurück nach Wien – die BLA-Finalserie wird prolongiert

Zurück nach Wien – die BLA-Finalserie wird prolongiert

Viele mögen gehofft haben, manche vielleicht sogar fix geglaubt, dass sich die Metrostars nach den zwei Auftakt-Wins in Dornbirn den Meistertitel nur einfach so abholen müssen. Sie wurden eines Besseren belehrt , denn die Indians ließen sich nicht so einfach abschütteln.

Spiel 3 des Finales wurde an einem schönen Herbsttag im noch schöneren brandneuen Dornbirner Ballpark wie eine Woche davor von Thierry Letouzé und Paul Astl eröffnet. Ersterem lief aber gleich so alles schief, was schief laufen konnte: Ein 2-Run Homerun durch Jochen Pfister, mehrere Walks, Bases Loaded bei noch keinem Out: Schließlich musste Reliever Jakob Simonsen einspringen, aber es stand am Ende des ersten Innings 0:5. Von diesem Schock sollten sich die Metrostars nicht mehr erholen. Zwar konnten sie im 2. Inning durch in 2-RBI Double von Claus Seiser auf 2:5 herankommen, aber den Indians gelangen sukzessive weitere Runs, das Spiel musste schließlich mit 3:10 abgehakt werden.

Pitcher On-Base Percentage (Saison)
 PitcherOBPSaison
1. Mason Reed .232 2018
1. Gusky Ross .232 2012
3. Patrick Tim .234 2007
4. Patrick Tim .243 2005
5. Klinc Gregor .254 2004
min 38 Innings Pitched

Spiel 4 sollte dann zu einem der all-time Highlights österreichischer Finalserien werden, leider ohne Happy End für die Wiener. Die Indians schickten zur Überraschung vieler zunächst nicht Rusty Thompson sondern Chris Squires auf den Mound um gegen Reed Mason anzutreten. Eine Taktik, die dann später voll aufgehen sollte, denn das Spiel ging in Extra-Innings. Wieder begann das Spiel als Pitcher-Duell, doch den Metrostars gelang bereits im Dritten durch Benjamin Salzmann nach Wild Pitch die 1:0 Führung. Ein Inning später verdoppelte Alex Hilliard mit RBI-Single diesen Vorsprung, der in einem Import-Spiel dieser Klasse schon wie eine sehr solide Führung wirkte. Prompt gelang den Indians durch RBI von Michael Jäger im 5. Durchgang der Anschluss-Run auf 1:2. Mason hielt diese Führung bis ins 9. Inning auch dank 13 Strikeouts mit denen er als erst dritter Pitcher in der Teamgeschichte mehr als 100 Strikeouts in einer Saison verzeichnen konnte. Ein Out war man schon vom 3. Win entfernt, ehe Joachim Frick durch ein RBI-Single der durch die lokalen Fans viel bejubelte Ausgleich gelang: Extra-Innings. Und nun machte es sich bezahlt, dass Thompson erst im 6. Inning ins Spiel eingriff, denn er hatte noch genügend Power, um in 3 Zusatz-Innings keinen weiteren Run der Gäste mehr zu erlauben, während auf der anderen Seite erneut Frick für den Walk-off RBI nach Double sorgte. Nun war klar, dass beide Mannschaften auch eine Woche später in Wien noch um die Meisterschaft spielen würden.

Teamsaves in einer Saison
 TeamSSaison
1. Vienna Metrostars 8 2002
1. Vienna Metrostars 8 2018
3. Vienna Metrostars 7 2014
4. Vienna Metrostars 7 2004

Spiel 5 am Sonntag war aus Metrostars-Sicht wieder das Spiel, das man nach den Leistungen der regulären Saison von den Wienern erwarten durfte. Benjamin Salzmann gegen Alex Lambauer hießen die Starting Pitcher. Das erste Inning war noch ausgeglichen – jeweils ein Run nach RBIs von Richard Alzinger (Sac-Fly) und Jose Cordera. Im 3. Inning dann ein 2-RBI Double von David Dorffner, das für eine Führung sorgte, die schließlich nicht mehr aus der Hand gegeben werden sollte. Im 4. wurde diese Führung auf 5:1 erhöht. Die Indians gaben zwar auch diesmal nicht auf und schöpften vor allem nach zwei Runs im achten Durchgang (2-RBI Single von Cordero) wieder Hoffnung, aber ein Insurance-Run nach RBI von Mason und ein solides Save von Nicolas Schadler - bereits das insgesamt achte für die Metrostars in dieser Saison - sicherte den Metrostars den dritten Win und lassen diese wieder mit etwas mehr Selbstvertrauen in die finalen Spiele am 13.10. gehen.

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