Vienna Metrostars
13.10.2019
Unerwartet starker Final-Start der Indians

Unerwartet starker Final-Start der Indians

Erstes Finalwochenende in Wien – zum vierten Mal in der Geschichte des österreichischen Baseballs standen einander die Dornbirn Indians und die Vienna Metrostars in einer Plyaoff-Serie gegenüber, zum Dritten Mal in einem Finale. Und jedes Mal – wie auch im Vorjahr – behielten bisher dabei die Wiener die Oberhand. Auch nach der heurigen regulären Saison schien einiges auf einen Vorteil der Metrostars hinzudeuten, denn man hatte alle Spiele gegen die Indians gewonnen. Allerdings sprachen für diese der bessere Season-Record und das unvergessene 19:1 im Finale des Federations-Cup – sie hatten also schon bewiesen, im entscheidenden Moment performen zu können.

Spiel 1 begann hochkarätig mit Alex Seidl und Ryan Rupp als Kontrahenten auf dem Mound. Und das Spiel hielt zunächst, was es versprach – hochklassiges Baseball, beide Mannschaften klopften schon bald mal kräftig mit Bases Loaded an die Run-Türe an, aber die Verteidigung auf beiden Seiten hielt zunächst alles dicht. Erst im 4. Inning gelang den Gästen durch RBI von Jochen Pfister die Führung. Mit diesem knappen 1:0 ging es zunächst weiter, ehe im siebenten Inning ein 2-Run Homer von Riley MacDonald und ein Sac-Fly durch Russell Thompson erstmals für klare Verhältnisse sorgte. Die Gastgeber, bis dahin durch Rupp auf nur zwei Hits beschränkt, begannen erst im achten Inning kräftiger zu schlagen. Zu spät – mehr als ein Run durch Sac-Fly von Sammy Hackl war nicht mehr möglich, und die Dornbirner hatten einen ersten Auswärtssieg zu Buche stehen.
Diesen Schwung wollten sich die Indians natürlich erhalten und starteten erneut aggressiv ins zweite Spiel, in dem erwarteter Weise zunächst Reed Mason und „Rusty“ Thompson die Starter mimten. Unterstützt durch eine etwas unsichere Defensive und zwei RBIs von MacDonald gingen die Dornbirner gleich wieder in Führung – 2:0 im ersten Inning. Der Konter der M’s gelang erneut relativ spät – ein RBI durch Sammy Hackl im 4. Inning verkürzte auf 1:2. Doch die Wiener Fans, die nun ein Aufbäumen ihrer Mannschaft erwartet haben, wurden enttäuscht. Die Indians legten zunächst durch RBI, wieder von Macdonald, im 5. und dann durch einen Grand Slam von Joachim Frick – noch dazu ins Right Field, was auf der Spenadlwiese eher eine Seltenheit ist – nach. Damit war das Spiel letztendlich bereits entschieden, denn nicht einmal eine böse aussehende Verletzung von First-Baseman Michael Salzmann, für die die Rettung am Spielfeld erscheinen musste, konnte die Indians aus dem Tritt bringen. Und so wie die Outfielder in den letzten Innings im Nebel aus Sicht der Zuschauer zu verschwinden schienen, schwanden auch die Chancen der Metrostars auf eine halbwegs erfolgreiche Finaleröffnung.
Eine 2:0 Führung nach zwei Spielen in Wien in dieser Deutlichkeit konnte trotz der bekannten Stärken der Vorarlberger nicht erwartet werden. Der Titelverteidiger steht somit vor der Reise ins Ländle in einer Woche schon gehörig unter Druck. Doch es bleibt zuzuwarten, was diese Saison noch so bringt.

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